Lockenstab Anleitung - Schritt für Schritt

Richtiger Umgang mit dem Lockenstab - So geht es Schritt für Schritt

Moderne Lockenstäbe sind von der Handhabung her so benutzerfreundlich angelegt, dass Sie bei Beachtung einiger Grundregeln mit diesen Geräten nichts falsch machen können. Wenn Sie sich nicht für einen Lockenstab mit integrierter Föhnbürste entschieden haben, sollten Sie das Haar nur in vollkommen trockenem Zustand in Lockenform bringen. Dabei ist es im Prinzip erst einmal nicht von Belang, ob Sie sich für ein Modell mit Klemm-System oder für einen Stab ohne Klemmen zum Arbeiten mit der Hand entschieden haben. Allenfalls erfordert das Lockendrehen mit dem Klemm-Stab ein wenig mehr Übung, um keine unerwünschten "plattgebügelten" Locken zu erzielen. Bei den Modellen ohne Klemmen wiederum, ob konisch oder durchgehend geformt, erfordert das Bearbeiten der Haare am Hinterkopf ein besonderes Fingerspitzengefühl. Am besten probieren Sie zunächst in einer Art Test selbst aus, mit welchem Modell Sie beim Stylen Ihrer Locken am besten zurecht kommen.

Schritt 1: Die trockenen Haare mit Hitzeschutzspray vorbehandeln

Besonders wichtig nicht nur für empfindliches und splissanfälliges Haar ist ein Schutz der Haare vor zu starker Hitzeeinwirkung. Daher sollten Sie in jedem Fall das trockene Haar mit einem Hitzeschutzspray vorbehandeln. Diese Sprays legen sich wie ein Schutzschild um die Haarsträhnen und versiegeln sie, gleichzeitig bleiben sie schön glänzend und geschmeidig. Es gibt zahlreiche Produkte verschiedener Hersteller in unterschiedlichen Preisklassen. Ein gutes Hitzeschutzspray sollte die Locken bei Einwirkung von Feuchtigkeit wie feinem Regen nicht vorzeitig ausglätten und der Pracht so unerwünscht ein Ende machen.

Schritt 2: Das Haar in Strähnen abteilen und von unten nach oben Locken drehen

Nach dem Einsprühen der Haare mit Hitzeschutzspray können Sie mit dem Stylen Ihrer Locken beginnen. Teilen Sie dazu jeweils ca. 5 Zentimeter dicke Strähnen ab und fangen mit dem unteren Haar am Hinterkopf bei hochgestecktem Deckhaar an. Anschließend arbeiten Sie sich Schicht für Schicht mit dem Lockenstab von unten nach oben, bis Sie mit dem Deckhaar letzte Akzente setzen. Wenn Sie Ihr Haar in der Mitte gescheitelt tragen, müssen Sie vor dem Lockendrehen den Scheitel ziehen. Wie Sie die Locken stylen, hängt von der Länge und Dicke Ihres Haares und der angewandten Technik ab. Wenn Sie den Lockenstab waagerecht zum Kopf halten, erhalten Sie eine klassische Lockenfrisur, bei diagonaler Handhabung bekommen Sie als Ergebnis sogenannte "Schillerlocken". Dabei handelt es sich um röhrenförmig nach unten gedrehte Locken, die an die Haarpracht in der Zeit des Dichters Friedrich Schiller erinnern. Sie können auch beim Lockendrehen kreativ experimentieren und zum Beispiel gezielt einzelne Schillerlocken in das Haar einarbeiten. Drehen Sie kleinere Locken und sparen dabei die Spitzen aus, erhalten Sie den ursprünglich an den Stränden von Hawaii und Kalifornien kreierten sogenannten Surfer-Look. Diese Variante hat den Vorteil, die empfindlichen und sich zudem besonders schnell wieder glättenden Spitzen von vornherein auszusparen. Für diesen Look sind eher kleinere Lockenstäbe geeignet. Umgekehrt stylen Sie Ihre Locken, wenn Sie den oberen Teil der Haare aussparen und nur das untere Drittel einschließlich der Spitzen zu Locken drehen. Für sehr voluminöse Lockenfrisuren empfiehlt sich ein sehr langer Lockenstab mit besonders großem Durchmesser.

Schritt 3: Die frisch gedrehten Locken auskühlen lassen und stylen

Wenn Sie alle Strähnen Ihres Haars wunschgemäß gelockt haben, beginnen Sie mit Styling und Finish. Je nachdem, wie Sie dabei mit den Locken umgehen, erhalten Sie ein unterschiedlich aussehendes Ergebnis. Wünschen Sie sich eine ausgeprägt lockige Frisur, die lange hält, ziehen Sie jede einzelne Locke nach dem Erhitzen vorsichtig von dem Stab und fixieren sie für die Auskühlungsphase mit einem Clip. Diese Methode ist etwas aufwändiger und beansprucht mehr Zeit als einfaches Lockendrehen, sorgt allerdings für ein besonders lange haltbares Ergebnis. Sind die Locken ausgekühlt, entfernen Sie die Clips und geben Ihrer Lockenfrisur mit etwas eingeknetetem Haarwachs sowie einem Finish mit Haarspray den letzten Schliff. Wünschen Sie sich besonders natürlich fallende Locken, bürsten Sie Ihr Haar nach dem Auskühlen sanft aus oder verwuscheln es vorsichtig mit den Fingern. Auf Haarwachs können Sie dabei verzichten, und Haarspray sollten Sie allenfalls in geringen Dosen anwenden.

Tipps und Tricks: Längere Haltbarkeit der Locken und Schonung der Haare

Das größte Problem beim Stylen mit einem Lockenstab ist die geringe Haltbarkeit vieler Lockenfrisuren. Wenn Sie ein paar Styling-Tipps beachten, haben Sie länger Freude an der lockigen Pracht. So empfiehlt es sich, die Haare vor dem Bearbeiten mit dem Lockenstab gut durchzuföhnen und zusätzlich zum Hitzeschutzspray eine Föhnlotion für längere Haltbarkeit aufzutragen. Besonders lange halten sich Locken in nicht zu dünnem und zu dickem, in etwa schulterlangem Haar. Leider haben sehr dicke und gleichmäßig lange Haare die Neigung, nach dem Locken-Styling sehr schnell wieder glatt zu werden. Hier können Sie mit einem kleinen Trick nachhelfen, indem Sie sich vom Frisur Stufen ins lange Haar schneiden lassen. Die Locken halten durch den Stufenschnitt deutlich länger.

Um Ihre Haarwurzeln und die empfindliche Kopfhaut zu schonen, sollten Sie den heißen Lockenstab immer auf Abstand halten. Wenn Sie empfindliche und für Spliss anfällige Spitzen haben, sparen Sie diese am besten beim Lockendrehen aus oder verwenden einen Lockenstab mit einer Cool-Touch-Spitze. Zudem schonen Sie Ihr Haar und halten es gesund, wenn Sie den Lockenstab nicht zu lange im Haar belassen. Tipp: Bei empfindlichem Haar sollten Sie, anstatt lange auf mittlerer Temperatur zu stylen, besser die Höchststufe einschalten und den Lockenstab nur kurz im Haar behalten. Modelle mit einer programmierbaren digitalen Anzeige der Dauer und Temperatur sind hilfreich für ein optimales haarschonendes Timing.